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Kaltehofe

Zur Erinnerung in Sachen "Keine Autos auf Kaltehofe"

Stadtteilrat Rothenburgsort, 26.05.2009
Protokoll

TOP 3., Bericht von der Sitzung des Lenkungsausschusses Kaltehofe

[...] beschließt der SR mit 3 Enthaltungen und einer Gegenstimme, dass wir weiterhin gegen die Öffnung des Kaltehofer Hinterdeiches für den Straßenverkehr sind und dass wir auf die Einhaltung der Agenda 21 bestehen, in der festgelegt wurde, dass es keinen Autoverkehr ab der jetzt bestehenden Schranke geben wird.
Hier zeigt sich wieder sehr deutlich, dass bei der Gestaltung von RBO keine Rücksicht auf die Bewohner des Stadtteiles genommen wird. [...]

HWO zur Eröffnung „Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe“ am 18.9.2011

Event-Park mit Parkplatz: Kein Grund zum Feiern

In der Eröffnung „Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe“ am Sonntag, dem 18. September 2011 sehen wir keinen Anlass zum Feiern.

Wir kritisieren insbesondere die Öffnung des Kaltehofe Hauptdeichs für Autos und Busse. Die bislang autofreie Deichstraße, die intensiv von Radfahrern, Inline-Skatern und Spaziergängern genutzt wird, dient auf 500 Metern Länge als Zufahrt zu einem Parkplatz im Zentrum des neuen Event-Parks. Die Nutzung der Straße für den Autoverkehr ist ein klarer Verstoß gegen die Beschlüsse des ‚Agenda-21 Prozesses Kaltehofe’ aus dem Jahr 2005, eine der ausdrücklichen Festlegungen für die Nutzung der Halbinsel war damals ‚Keine Öffnung des Kaltehofe Hauptdeichs für Kfz’.

In einem so genannten Agenda-21 Prozess hatte ein Planungskreis von Anwohnern, Unternehmen, Behörden und Vereinen unter der Regie der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) im Konsensverfahren die Grundlinien für die zukünftige Entwicklung Kaltehofes erarbeitet.
In diesem Prozess war es für HWO und viele andere Teilnehmer ein entscheidender Punkt, dass der Autoverkehr weiterhin aus Kaltehofe herausgehalten wird – und nun eröffnet Hamburg Wasser hier ein autogerechtes Veranstaltungszentrum?!

Kaltehofe Parkplatz

Mit dem Auto in die Natur der Umwelthauptstadt: Parkplatz auf Kaltehofe

Vor diesem Hintergrund widersprechen wir der gern von SDW-Chef Rüdiger Kruse (MdB CDU) verkündeten Ansicht, es handele sich bei dem Projekt um „ein Beispiel für gelungene Bürgerbeteiligung“. Aus unserer Sicht ist die Öffnung der Deichstraße für Autoverkehr eine Missachtung unseres ehrenamtlichen Engagements im Agenda-Prozess  – und ein Beispiel dafür, wie Beteiligungsprozesse als unverbindliche Alibi-Veranstaltungen missbraucht werden können. Im Übrigen sollte Rüdiger Kruse als Berufspolitiker sollte die Bewertung des Erfolgs von Beteiligungsprozessen in Zukunft besser den Bürgerinnen und Bürgern überlassen.

Bereits vor zwei Jahren, als die Planungen für den Park öffentlich wurden, haben wir gegen die Öffnung der Straße, den Parkplatz und den Verstoß gegen die Beschlüsse des Agenda-Prozesses protestiert. In wenigen Wochen sammelten wir im Juli 2009 mehr als 300 Unterschriften für eine Petition an die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, in der es heißt: „Ein Parkplatz an der Villa und eine Zufahrt dazu am Deich würde das zerstören, was der neue Park eigentlich bewahren und erlebbar machen sollte: Die besondere Atmosphäre, die Erholsamkeit und den Zauber von Kaltehofe.“
Auswirkungen hatte das nicht. Im Gegenteil: In der Folge verweigerte das Bezirksamt uns Einsicht in die Baugenehmigung und zugehörige Unterlagen, auch die politischen Gremien beschlossen das Projekt lieber unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Um unsere Recht auf Information durchzusetzen, haben wir gegen das Bezirksamt Klage erhoben, das Verfahren steht aus...

Link » HWO-Pressemitteilung zu Kaltehofe, 16.9.2011

Link » Petition "Keine Autos auf Kaltehofe" (Juli 2009)

Link » Hamburger WochenBlatt zu Kaltehofe, (9.7.2009)

 

 

 

 

EU-Vogelschutz für Holzhafen?

Das Süßwasserwatt im Holzhafen, der südlichen Billwerder Bucht, könnte bald EU-Vogelschutzgebiet werden - sofern und sobald die Behörden es auf die Reihe bekommen.

Auslöser ist die liebe Löffelente: Sie verließ in großer Zahl das Mühlenberger Loch, als dort Airbus erweitert wurde. Und eine inzwischen stablie Population suchte sich als neues Rastgebiet unseren Holzhafen.
Ende 2010 forderte die EU-Kommission Hamburg auf, noch fehlende Naturausgleichsmaßnahmen für die Zuschüttung des Mühlenberger Lochs ("Kohärenzsicherung") durchzuführen. Und da kam man auf das Holzhafenwatt.

Wie aus der Umweltbehörde (BSU) verlautet, waren die Gespräche zur Anmeldung des Gebiets als EU-Schutzgebiet in der vergangenen Regierungsperiode bereits positiv auf der Staatsräte-Ebene gelaufen, doch der Regierungswechsel hat den Prozess offenbar ein wenig aufgehalten.
Bisher stand vor allem Hamburg Port Authority dem Naturschutz in der Billwerder Bucht im Wege: Das Watt galt dort als "Untiefe", die man zwecks Schaffung von mehr Flutraum (Stichwort Tideelbekonzept) gerne wegbaggern wollte - und teilweise auch schon weggebaggert hat. Diese Hafen-Interessen hatten vermutlich auch dafürgesorgt, dass das Watt und die die neu zur Tide geöffnete Fläche nördlich der Autobahn im vergangenen Jahr nicht in das Naturschutzgebiet "Auenlandschaft Norderelbe"einbezogen wurden.

Über die Details des Schutzgebiets ist noch nichts bekannt und vermutlich auch noch nichts entschieden. Umweltexperten erklären, das der Schutzstatus eines EU-Gebiets durchaus robust und mit der Ausweisung als Naturschutzgebiet zu vergleichen ist. Insbesondere darf dort nichts poassieren, das den Status des Gebiets verschlechternn würde.
Hamburgs Wilder Osten wird sich für eine möglichst weite Ausweisung einsetzen, die auch die Uferbereiche der angrenzenden Gewässer und womöglich Bereiche von Kaltehofe einschließt.

 

Kaltehofe Bioplan

Wer Interesse an dem Bio-Maßnahmen Plan zu Kaltehofe hat, kann ihn sich per direktem Link aus dem Internet herunterladen.

http://www.rothenburgsort-tours.de/100217_KaltehofeBioMassnahmen.pdf

Infos zur Datei: ohne Text, 1 Seite, 6,8 MB, PDF

Bioplan

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